| 01.07.2004 |
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Offensiv abwehren
die verbindlich Spielweise (Jugend E / D)
Offensiv
abwehren ist seit langem eine klare Leitlinie der
DHB-Rahmen-trainingskonzeption für das Nachwuchs-training.
Um diese Forderung im Training und Spiel
flächendeckend umsetzen zu können, muss sie im
Kinderhandball für alle verbindlich werden.
Hierzu wurden in Absprache mit dem Lehrwesen des
Bremer Handball-Verbandes folgende Bestimmungen
erlassen (gültig ab 01.07.2004): |
Jugend F (Minis)
- Es darf nur
in Manndeckung gespielt werden
- Es wird
ausschließlich auf dem Querfeld im Spiel
4+1 gespielt
- Minihandballtore
oder Vorrichtungen zum Abhängen der
normalen Tore auf 1,60 m Höhe
- Keine
Einzelspiele, nur Turniere
möglichst in Verbindung mit
zusätzlichen Angeboten (Spielelandschaft,
Vielseitigkeitswettkämpfe usw.)
Jugend E
- Es darf
nur in Manndeckung auf dem Spielfeld
40 x 20 m im Spiel 6+1 gespielt werden.
- Strafen - (Regel
16) werden als persönliche Strafen
ausgesprochen. Der betroffene Spieler
oder Offizielle hat entsprechend der
Regel die Spielfläche und ggf. den
Auswechselraum zu verlassen. Die
Mannschaft auf der Spielfläche darf sich,
sofern Auswechselspieler vorhanden sind,
sofort ergänzen bzw. wird bei Strafen
für Vergehen außerhalb der Spielfläche
nicht reduziert.
Jugend D
- Es darf
nur in folgenden Abwehrformationen
gespielt werden:
- Manndeckung
- 2-Linien-Abwehr
(= offensive Raumdeckung: 1:5,
2:4, 3:3, 3:2:1)
- In der
Grundaufstellung agieren
mindestens zwei
Verteidiger offensiv vor
der Freiwurflinie (= 2.Linie)
und die anderen innerhalb
des Freiwurfraums (= 1.Linie).
- Die folgenden
Abwehrformationen sind untersagt:
- Einzelmanndeckung
(5:0+1, 4:0+2 usw.)
- Enge Deckung
nur eines Angreifers oder
zweier Angreifer während
alle anderen
Abwehrspieler im
Freiwurfraum agieren.
- 6:0-Abwehr
- Tritt eine
Mannschaft zu Beginn in Unterzahl an,
sollten sich beide
Mannschaftsverantwortliche auf
Manndeckung in Gleichzahl einigen.
Ansonsten gilt es auch hier, eine Zwei-Linien-Abwehr
zu spielen. Bestrafungen werden
entsprechend der Regel ausgesprochen, die
Mannschaft muss dann ggf. in Unterzahl
agieren.
Jugend C
- Es soll
nur in den folgenden Abwehrformationen
gespielt werden (Empfehlung):
- Manndeckung
- 2-Linien-Abwehr
(= offensive Raumdeckung: 1:5,
3:2:1, 3:3, 4:2)
- Die Abwehr in
Unterzahl kann frei organisiert werden.
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Manndeckung
2-Linien-Abwehr
1:5

2-Linien-Abwehr
3:2:1

6:0-Abwehr

Einzelmanndeckung
5:0+1
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Beobachtungskriterien
- Bei allen
Formen der Manndeckung und in der 1:5-Abwehr
befinden sich alle Abwehrspieler
grundsätzlich außerhalb des eigenen
Freiwurfraums, unabhängig davon, ob sich
der persönliche Gegenspieler in
Ballbesitz befindet oder nicht (1 gegen 1
mit und ohne Ball).
- Angreifer,
die ohne Ball in den Freiwurfraum laufen,
müssen begleitet werden; die
Abwehrspieler dürfen dabei näher als
die Angreifer zum Tor stehen.
- Eine direkte
Zuordnung muss nicht eingehalten werden,
solange Punkt 1 beachtet wird. Damit ist
gewährleistet, dass sich die
Abwehrspieler helfen können.
- Abwehrspieler,
deren Gegenspieler nicht in Ballbesitz
sind (1 gegen 1 ohne Ball), dürfen auf
Ballhöhe zurücksinken, um dem
Abwehrspieler, der gegen den Ballbesitzer
verteidigt (1 gegen 1 mit Ball), zu
helfen.
- Abwehrspieler
auf den direkten Nachbarpositionen zum 1
gegen 1 mit Ball dürfen hinter die
Freiwurflinie zurücksinken, wenn der
ballführende Angreifer in den
Freiwurfraum eindringt.
- Wenn ein
Freiwurf an der Freiwurflinie ausgeführt
werden muss, dürfen Abwehrspieler sich
zum Torraum zurückziehen um den 3-m-Abstand
einzuhalten. Ballfern stehende
Abwehrspieler sollen offensiv bleiben.
Nach Ausführung eines Freiwurfs an der
Freiwurflinie sollen die Abwehrspieler
gegen den jeweiligen Ballbesitzer
schnellstmöglich offensiv (d.h.
außerhalb des Freiwurfraums) agieren.
Angreifer ohne Ball sollen durch enge
Deckung in Richtung Spielfeldmitte
abgedrängt werden.
- Um zu
verhindern, dass einzelne Abwehrspieler
bei der Manndeckung über das ganze
Spielfeld überlaufen werden, kann mit
Libero (Abwehrspieler, der
sich nicht sofort- einem Angreifer
zurodnet) gespielt werden. Dieser soll
durchlaufende Angreifer übernehmen oder
einen Durchbruch zum Tor verhindern.
Solange der Libero in seiner
Ausgangsposition außerhalb des
Freiwurfraums agiert, ist das im Sinne
der DHB-Vorgabe.
Maßnahmen bei
Nichteinhaltung der Bestimmungen (nur Jugend E / D)
Grundsätzlich sollte im
Kinderhandball im Sinne pädagogischer Prinzipien
vorgegangen werden. Deshalb sollten bereits vor
dem Spiel die Spielweisen unter den betroffenen
Mannschaftsverantwortlichen abgeklärt werden.
Ziel als Trainer muss es sein, in erster Linie
aufgabenorientiert und nicht ergebnisorientiert
zu agieren.
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Stufe 1: Information
Stellt der Spielleiter/Schiedsrichter
fest, dass eine Mannschaft sich nicht an die für die
Altersklasse gültige Spielweise hält, gibt er Time-out
und informiert den Mannschaftsverantwortlichen, dass er
die Spielweise seiner Mannschaft in der Abwehr ändern
muss. Das Eingreifen des Spielleiters/Schiedsrichters
kann auch auf Antrag des Mannschaftsverantwortlichen der
gegnerischen Mannschaft erfolgen! Der Spielleiter/Schiedsrichter
ist verpflichtet, diesem Antrag nachzukommen.
Stufe 2: Ermahnung
Ändert sich die Spielweise der
informierten Mannschaft nach einer angemessenen Zeit
nicht oder stellt der Spielleiter/Schiedsrichter erneut
fest, dass die vorgegebene Spielweise nicht eingehalten
wird, gibt er Time-out und ermahnt er den
Mannschaftsverantwortlichen unter Hinweis auf den Grund
dieser Ermahnung. Das Eingreifen des Spielleiters/Schiedsrichters
kann auch auf Antrag des Mannschaftsverantwortlichen der
gegnerischen Mannschaft erfolgen! Der Spielleiter/Schiedsrichter
ist verpflichtet, diesem Antrag nachzukommen.
Stufe 3: Eintrag ins
Spielformular
Ist auch nach der Ermahnung keine
Änderung im Abwehrverhalten festzustellen, wird dieser
Tatbestand in das Spielformular eingetragen (A.
Ordnungswidrigkeiten); es erfolgt eine Auswertung der
Einträge durch die Spielleitende Stelle.
Der Spielleiter/Schiedsrichter ist
verpflichtet, diesen Eintrag auf Antrag des
Mannschaftsverantwortlichen der gegnerischen Mannschaft
im Spielformular aufzunehmen, auch dann, wenn die beiden
ersten Stufen nicht erfolgt sind. Er kann zusätzlich
darauf hinweisen, dass die beiden ersten Stufen nicht
erfolgt sind.
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08.02.2006
03.04.2001
07.01.2001 |
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Spielregeln: Wechselregel im Jugendbereich (gültig
ab 01.01.2006)In Regel 4:4 wird für den Bereich des DHB
zwischen den bisherigen Unterabsätzen 2 und 3 ein
zusätzlicher Unterabsatz mit folgendem Wortlaut
eingefügt:
| Regel
4 - Die Mannschaft |
| ... |
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| 4:4 |
... |
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Nur
gültig für den Bereich des DHB: Im
Jugendbereich ist ein Spielerwechsel jedoch nur
möglich, wenn sich die Mannschaft im Ballbesitz
befindet,Torwartwechsel bei 7m oder während
eines time-out (siehe Erläuterung 1).
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... |
Erläuterung:
Alle Regeln hinsichtlich eines Spielerwechsels behalten
weiterhin ihre Gültigkeit. Lediglich das Recht, jederzeit
einen Spielerwechsel vorzunehmen, wird im Jugendbereich
eingeschränkt. Das heißt, dass ein ansonsten
regelgerechter Auswechselvorgang dennoch mit einer
Hinausstellung geahndet wird, weil er zum falschen
Zeitpunkt - bei Ballbesitz der gegnerischen Mannschaft,
ohne dass eine Spielzeitunterbrechung vorliegt - erfolgt
ist.
- Richtiger
Zeitpunkt für einen Spielerwechsel
- Torwartwechsel nach
Entscheidung auf 7-m-Wurf (ab 01.01.2006)
oder
-
time-out oder
- Ballbesitz:
- der Ball ist
innerhalb einer Mannschaft unter
Kontrolle gebracht (bedeutet nicht nur
Körperkontakt zum Ball zu haben, sondern
auch Werfen, Stoßen, Schlagen oder einen
Paß spielen) oder
- es ist eine
Wurfentscheidung (Tor (Anwurf), Ein-, Ab-,
Frei- und 7-m-Wurf) für eine Mannschaft
getroffen (auch wenn noch kein Spieler
den Ball unmittelbar in Besitz hat).
- Wann ist der
Wechselvorgang abgeschlossen?
Der Wechselvorgang besteht aus den
Elementen Auswechseln und
Einwechseln; der Wechselvorgang ist also erst
abgeschlossen, wenn ein anderer Spieler
eingewechselt wurde.
Besonderheiten:
- Der
Ballbesitz wechselt, nachdem ein Spieler
die Spielfläche verlassen hat und bevor
der neue Spieler die Spielfläche betritt:
Wechselfehler, wenn neuer Spieler dennoch
eintritt.
- Verletzter
Spieler: ist die Mannschaft nicht in
Ballbesitz, kann der verletzte Spieler
zwar regelgerecht auswechseln, ein
anderer Spieler aber erst einwechseln,
wenn seine Mannschaft wieder in
Ballbesitz kommt oder auf time-out
entschieden wird - ansonsten:
Wechselfehler.
- Wer begeht
den Wechselfehler?
In dem in dieser Sonderbestimmung
geregelten Fall der einwechselnde Spieler, da
erst mit seinem Einwechseln der Wechselvorgang
abgeschlossen ist.
Ausnahmen:
- ein Spieler
verläßt kurzfristig die Spielfläche
und kehrt dann selbst zurück.
- ein Spieler
ergänzt die Mannschaft auf der
Spielfläche
- nach
Ablauf einer Zeitstrafe oder
- bei
Mannschaftsergänzung (später
eintreffender Spieler).
- Ahndung
Auch Wechselfehler nach dieser Regel
sind mit Hinausstellung zu ahnden - in allen
Jugendaltersklassen.
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